Die Freianlagen im Bäderviertel in Baden-Baden zwischen Friedrichsbad und Caracallatherme sollen neu gestaltet werden.

Sie befinden sich in weiten Teilen auf einem Dach über der Tiefgarage, den Technikräumen, Werkstätten und der römischen Bäderruine. Die Anlage wurde in den 1960er Jahren im Zusammenhang mit dem Neubau des Augustabades geschaffen. Der technische Aufbau der Dachbegrünung ist inzwischen schadhaft und entspricht nicht mehr den Regeln der heutigen Technik. Die Attraktivität und Aufenthaltsqualität der Anlagen mit Ihren Pflanzflächen, Wegen und Plätzen soll durch eine Neuordnung der Wegebeziehungen sowie ansprechende Materialien und Ausstattungen gesteigert werden.

 

Der Bereich vor der Fettquelle wird platzartig aufgeweitet und mit Sitzmöglichkeiten ergänzt. Die Dachkante der Bäderruine wird durch einen Terrassengarten mit Sträuchern und Stauden räumlich eingebunden.

Durch die Aufweitung des Platzes und die Terrassierung werden die historischen Fassaden von Friedrichsbad, Kloster zum Heiligen Grab und die Treppenanlage der Fettquelle sichtbarer und erlebbarer gemacht.

Die sogenannte ‚Bäderachse’ stellt als neues Element eine hochwertige Verbindung zwischen den Vorbereichen des Friedrichsbades und der Caracallatherme her. Dies wird als Band aus Pflasterplatten ausgeführt, das in großzügige Pflasterflächen aus Dolomit eingebunden ist. Diese Bäderachse wird von Sitzblöcken am Eingang des Friedrichsbades sowie an einem kleinen baumüberstandenen Platz betont.

An den Weg schließen sich seitlich Rasenflächen an. Vor der Klosterschule und am Rand der Dachfläche zum Römerplatz hin schließen sich niedrige Strauchflächen an, die die Freianlage räumlich einbetten. Die Seufzerallee wird als landschaftlicher Weg aus Farbasphalt mit gebührendem Abstand zur Dachkante am Römerplatz bis an das Friedrichsbad geführt. Die Wegebeziehungen zwischen Caracallatherme und Willy-Brand-Platz werden im zweiten Bauabschnitt neu geordnet. Der Wegeverteiler soll offener gestaltet und die Führung und Wertigkeit der unterschiedlichen Wege klarer ablesbar werden.

 

Im Rahmen des 1. Bauabschnittes wurden der Bereich von der Treppe des Friedrichsbades bis zum Paracelsusweg neu angelegt.

Bauherr: Bäder- und Kurverwaltung Baden-Württemberg

Leistung: LPH 2-8

Ausführung: Werth Grünpflege & Gartengestaltung GmbH

Zeitraum: 2013-2015

Fläche: 4.500 m2